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Liebe Mitglieder, liebe Freunde und Freundinnen der GFTP,

An Pfingsten nimmt Gott uns in die Bewegung seines Geistes, seiner Schönheit hinein. Er überwindet die Finsternis durch Licht, die abstoßende Hässlichkeit durch gewinnende Anmut, den Hass durch Liebe, den Krieg durch Frieden, den Tod durch Leben. Gott schmückt sich im Glanz seines Geistes; durch seinen Geist schürt er in uns die Hoffnung, dass dieser Glanz sich ganz und gar durchsetzen wird. (Wolfgang Huber)

Das zurückliegende Pfingstfest nehme ich gerne zum Anlass, Sie auf das Erscheinen der neuen ZThG 23 (2018) hinzuweisen. Angesichts der bedrohlich aufgeladenen Weltlage, in der Kriegsszenarien wesentlich realer erscheinen als Friedenslösungen, tut es gut, sich an die bewegende Kraft des Geistes Gottes zu erinnern. Sie treibt uns an, als "Werkzeuge des Friedens" zu agieren, wo auch immer wir leben, arbeiten, denken und wirken.
Das neue Heft der ZThG präsentiert neben den Beiträgen unseres letztjährigen Symposions "Widerstand und Versöhnung. Martin Luther King als Inspiration für Gerechtigkeit" vom 3.-5. November 2017 in Oldenburg, erneut ein weites Spektrum an Beiträgen. Etwa eine analytische Spurensuche im Rahmen des Reformationsjubiläums zu Martin Luther und seinem Verständnis des Alten Testaments sowie eine Bestandsaufnahme zum Verhalten deutscher Baptistengemeinden gegenüber Juden und Judenchristen in der Zeit der nationalsozialistischen Diktatur. Angesichts des 70. Jubiläum des Staates Israel und einer neu aufflammenden Debatte um Antisemitismus in Deutschland, ist es gewiss an der Zeit, sich mit dem Judentum auseinanderzusetzen, das in den letzten Jahrzehnten erfreulicherweise zu einer lebendigen Realität in Deutschland geworden ist.
Im neuen Heft ist auch die Rede von neuen Kirchenreformmodellen, Gospelmusik, religiösen Minderheiten und städtebaulichen Konzeptionen sowie von ökumenischen Anerkennungsprozessen. Ich wünsche Ihnen spannende Entdeckungen!
Es ist mir eine große Freude Sie im Namen des Vorbereitungsteams zum diesjährigen Symposion der GFTP einzuladen, das vom 9.-11. November 2018 in der Theologischen Hochschule in Ewersbach unter dem Thema: "Hauptsache der Sound stimmt - Attraktivität versus Konfessionalität" stattfinden wird. Die Tagung findet zum ersten Mal in Kooperation mit der Hochschule des Bundes Freier evangelischer Gemeinden statt und soll ein Pilotprojekt sein, um den theologischen Nachwuchs und die Studierendenschaft der verschiedenen evangelischen Freikirchen mit unserem theologischen und publizistischen Anliegen vertraut zu machen.
Das Thema greift einen aktuellen Trend auf, den Kirchensoziologen, aber auch viele leitende Verantwortliche in den verschiedenen Kirchen mit Sorge beobachten. Die Bedeutung der konfessionellen Bindung tritt bei der Entscheidung, in welcher Kirche sich Christen und Christinnen engagieren oder beheimatet fühlen, immer stärker in den Hintergrund. "Konfession" gilt zunehmend als ein Begriff aus der Vergangenheit und scheint nur noch an die ausgestandenen Auseinanderzungen und Konflikte vergangener Jahrhunderte zu erinnern. Konfession entwickelt sich geradezu zu einem Gegenbegriff zur ökumenischen Offenheit, zu der wir uns bekennen und die alle Kirchen und Freikirchen fördern. Eine konfessionelle Identität gerät dagegen leicht in den Verdacht, renitent, borniert, oder irgendwie von gestern zu sein.
Andere Faktoren wie der Stil der Gottesdienste, die Farbe der Musik, das Milieu, der Service für Kinder und Alte sowie das gesellschaftspolitische Engagement sind heute zunehmend wichtiger als die Identifikation mit der konfessionellen Herkunftsdenomination. Gerade Freikirchen, die ein kongregationalistisches Kirchenverständnis vertreten, sind dabei durch Prozesse der Pluralisierung und inneren Dissoziierung besonders herausgefordert.
Gesellschaftlich haben sich in den letzten Jahren gravierende Verschiebungen bzgl. der Konfessionszugehörigkeit ergeben. Besonders das Anwachsen der Konfessionslosen hat zu einer Form von "Trikonfessionalität" geführt (konfessionslos, römisch-katholisch, evangelisch), eine gewiss vergröbernde Bezeichnung, zumal die Pluralisierung innerhalb des Christentums damit noch nicht berücksichtigt wird. In diesem Kontext fragen wir nach der bleibenden Bedeutung von konfessioneller Zugehörigkeit, nach neuen kirchlichen Formen und der zukünftigen Sozialgestalt der Kirche in der späten Moderne. Ein wichtiges Thema ist dabei auch die Entwicklung der Kirchenmusik, der Liturgie und der Gottesdienstgestaltung, die stets das Zentrum gemeindlichen Lebens bildet.
Für dieses Thema konnten zahlreiche Experten gewonnen werden, die aus unterschiedlichen theologischen, religionssoziologischen und kirchenpraktischen Perspektiven die Fragestellung beleuchten werden. Wie im vergangenen Jahr sollen auch Studierende in den Tagungsprozess einbezogen werden.
Das vorläufige Programm der Tagung füge ich bei. Es ist auch auf unserer Homepage veröffentlicht (www.gftp.de). Es wäre schön, wenn Sie weitere Interessenten auf die Tagung aufmerksam machen.

Zugleich lädt der Vorstand hiermit zur jährlichen Mitgliederversammlung der GFTP am Freitag, den 9. November 2018, um 17.30 Uhr in den Räumen der Theologischen Hochschule in Ewersbach ein.
Um Ihre Quartierwünsche angemessen und vor allem rechtzeitig berücksichtigen zu können, bitten wir Sie um eine möglichst rasche Anmeldung. Dies kann ganz einfach per E-Mail oder auch telefonisch geschehen. Bitte wenden Sie sich an:
Irmgard Stanullo
Tel.: +49 (0)911- 675914
irmgard@stanullo.de
Ich freue mich auf die Begegnungen in Ewersbach und wünsche Ihnen bis dahin einen "großen Sommer"!

Mit herzlichen Grüßen im Namen des Vorstands,
Ihre
Andrea Strübind
(Vorstandsvorsitzende der GFTP)